Wie Designinspiration und digitale Veredelungssoftware zusammenwirken


Previewimage
Leonhard Kurz Stiftung & Co.KG
Leonhard Kurz Stiftung & Co.KG Logo

Wie Designinspiration und digitale Veredelungssoftware zusammenwirken

Veredelung ist mehr als Oberfläche – sie lebt von Licht, Tiefe und dem perfekten Zusammenspiel von Materialien. Genau hier treffen die Veredelungssoftware DREAMCOMPOSER® und die Trendboxen „60° – creative boxes to inspire: number two“ aufeinander. Gemeinsam zeigen sie, wie digitale Visualisierung den Designprozess beschleunigt, Abstimmungen vereinfacht und kreative Ideen schon früh erlebbar macht.

Im Gespräch geben Julia König, Head of Design Packaging and Print, und Constantin Prussak, Digital Innovation Manager, Einblicke in ihre Zusammenarbeit, Aha-Momente im Projekt und einen Ausblick auf das, was kommt.

Mit den Trendboxen macht die Designabteilung von KURZ jedes Jahr aktuelle Trends für die Verpackungsbranche erlebbar. Sie haben die neue Edition mithilfe des DREAMCOMPOSER® visualisiert. Wie hat Sie das Tool dabei unterstützt, Ihre Veredelungsideen greifbar und planbar zu machen?

Julia König: „Verpackung ist nie flach – wird aber im ersten Schritt genauso entworfen. Der DREAMCOMPOSER® bringt unsere Ideen in die Dreidimensionalität. Besonders hilfreich ist dabei die realitätsnahe Darstellung unserer Transferprodukte: Das Verhältnis von Matt- und Glanzeffekten lässt sich viel besser erkennen als in der Entwurfssoftware, die hauptsächlich mit Farben arbeitet. Licht, Glanz und Reflexion wären dort nur sehr aufwendig abzubilden.“

Constantin Prussak: „Für uns ist der DREAMCOMPOSER® vor allem ein Tool, um ein gemeinsames Verständnis für ein Projekt zu schaffen. In der Software können 3D-Prototypen erstellt werden, die unterschiedliche Materialien und Verfahren greifbarer machen als im reinen 2D-Design ohne Veredelungseffekte.“

Was hat Ihnen am meisten geholfen?

Julia König: „Ein absoluter Gamechanger ist, dass wir mit dem DREAMCOMPOSER® neue Farben und beispielsweise SILVER LINE®-Designs sehen können, während diese noch in der Produktion sind – also zu einem Zeitpunkt, an dem es noch keine physischen Muster gibt. Außerdem können wir beim digitalen Falten der Boxen direkt prüfen, ob fortführende Linien und Flächen sauber zusammenlaufen. Das spart enorm viel Zeit, weil aufwendige Mock-ups oft gar nicht mehr nötig sind.“

Gab es bei der Visualisierung besondere Herausforderungen oder Erkenntnisse?

Julia König: „Bei den aktuellen Trendboxen haben wir mit zahlreichen neuen LUMAFIN®-Produkten gearbeitet und diese im Layering-Look übereinandergelegt. Im ersten digitalen Entwurf war es schwierig zu erkennen, ob ein Transferprodukt über oder unter einem anderen positioniert ist und wie sich das auf den Druck auswirkt. Im DREAMCOMPOSER® wurde das sofort klar. Wir konnten direkt sehen, in welcher Reihenfolge geprägt werden muss, damit Effekte und Überlagerungen perfekt zusammenspielen.“

Constantin Prussak: „Mit klassischen Formen – etwa rechteckigen Boxen oder Labels – funktioniert der DREAMCOMPOSER® einwandfrei. Spannend wird es bei komplexeren Konstruktionen wie faltbaren Bierträgern, Kissenschachteln oder Objekten mit abgerundeten Seiten. Für die Trendboxen mussten wir ein wenig mit dem Tool spielen und ab und zu um die Ecke denken. Genau das macht den Reiz aus: Man entdeckt immer wieder neue Möglichkeiten und findet kreative Wege, um eine gewünschte Darstellung zu visualisieren.“

Wie lief die Zusammenarbeit zwischen Designabteilung und Produktmanagement?

Constantin Prussak: „Sehr eng und kontinuierlich. Wir tauschen uns regelmäßig aus, um neue Farben oder Effekte, wie sie die Designabteilung zum Beispiel für die Trendboxen entwickelt hat, möglichst schnell auch im DREAMCOMPOSER® verfügbar zu machen. Dieser kurze Draht ist entscheidend.“

Teamwork ist Dreamwork: Constantin Prussak und Julia König gehen gemeinsam die Entwürfe durch.

Schauen wir uns den DREAMCOMPOSER® doch einmal genauer an. Wie würden Sie das Tool beschreiben und wo entsteht in der Praxis der größte Mehrwert?

Constantin Prussak: „Der DREAMCOMPOSER® ist ein digitales Visualisierungs-Tool, mit dem sich Veredelungseffekte realitätsnah auf Designs simulieren und schnell als Varianten vergleichen lassen. So werden Ideen früh im Prozess greifbar, um Abstimmungen und Entscheidungen deutlich zu beschleunigen und abzusichern. Typische Use Cases sind Verpackungsdesigns, Etiketten und hochwertige Druckanwendungen zur internen und externen Abstimmung. Den größten Mehrwert sehen wir in der deutlich schnelleren Variantenbildung und Freigabe: Statt Effekte nur zu beschreiben oder auf Muster zu warten, können Teams sowie Kundinnen und Kunden Veredelung direkt sehen, vergleichen und zielgerichtet entscheiden beziehungsweise Änderungen in Echtzeit vornehmen. Das spart Zeit, reduziert Schleifen und macht die Kommunikation präziser.“

Die Premium-Version bietet zusätzliche Funktionen. Welche Features sind das – und für wen lohnen sich die jeweiligen Versionen?

Constantin Prussak: „Die kostenfreie Version eignet sich für alle, die einen ersten Eindruck davon bekommen möchten, wie unsere Veredelungen auf dem eigenen Produkt wirken. Sie stellt somit den idealen Einstieg dar. Die Premium-Version richtet sich an Designschaffende, die professionell mit Mock-ups arbeiten: ohne Projektlimits, ohne Wasserzeichen und mit mehr Möglichkeiten für Abstimmungen mit Stakeholdern.“

 

Das kann der DREAMCOMPOSER®

Basis-Version – der ideale Einstieg

✔ Kostenfrei nutzbar

✔ Bis zu 5 aktive Projekte

✔ PDF-Upload mit automatischer Analyse

✔ Standard-Formen

✔ Über 100 Transferdekorationen

✔ Projekt-Sharing per Link (mit Wasserzeichen)

 

Premium-Version – für professionelle Workflows

✔ Unbegrenzte Projekte ohne Wasserzeichen

✔ Erweiterte Formen inkl. Book Generator & eigener 3D-Formen

✔ Premium-Substrate & HDR-Umgebungen

✔ 4K-Screenshots & individuelle Screenshot-Optionen

✔ Uneingeschränktes Sharing

✔ Priorisierter Support & Onboarding

 

Was sollten Anwendende beachten, um das Maximum aus dem Tool herauszuholen?

Julia König: „Es gibt aktuell keine schnellere Möglichkeit, Strukturen wie Nano-, Micro- oder Relief-Effekte unseres Tochterunternehmens H+M sowie Veredelungen mit Transferprodukten realistisch darzustellen. Das sollte man unbedingt nutzen. Besonders stark ist auch der Share-Link. Mit ihm können Entwürfe unkompliziert geteilt und in Echtzeit mit dem eigenen Team oder Kundinnen und Kunden abgestimmt werden.“

Constantin Prussak: „Der DREAMCOMPOSER® ist ein tolles Tool, um schnell erste Ideen zu visualisieren und eine fundierte Einschätzung unserer Effekte zu erhalten. Wichtig ist allerdings, die grundlegenden Datei- und Aufbauanforderungen einzuhalten. Wir sehen zum Beispiel häufig, dass Nutzende Schnitt und Falz in einer Ebene der Ausgangs-PDFs anlegen. Für viele industrielle Anwendungen mag das so funktionieren – für den DREAMCOMPOSER® müssen jedoch separate Ebenen erstellt werden.“

„60° – creative boxes to inspire“ spiegeln Trends und gesellschaftliche Themen wider. Welche Leitidee steckt hinter der aktuellen Ausgabe und wie haben Sie diese gestalterisch umgesetzt?

Julia König: „Wir beobachten aktuell eine Art Resignation – nicht als Stillstand, vielmehr als Anerkennung der Komplexität unserer Zeit. Die Welt ist nicht schwarz oder weiß, sondern vielschichtig und widersprüchlich. Dieses Innehalten schafft Raum für Reflexion, neue Energie und letztlich für Wandel. Für Design bedeutet das einen kreativen Neustart: Wenn sich klare Trends auflösen, entsteht neue Bewegung. Stile verschwimmen, fließen ineinander – in der Mode, auf Social Media, in neuen Technologien. Genau diese Spannung greifen die Boxen auf. Wir haben bewusst mit maximalen Kontrasten gearbeitet, etwa bei der Box Antithesis, die Papier und Transferprodukte gegenüberstellt. Großflächige Anwendungen verstärken dabei die Wirkung von Farbe, Glanz und Tiefe zusätzlich.“

Analog in der Hand, digital im Blick: Julia König prüft die Visualisierung der Trendboxen im DREAMCOMPOSER®.

Die Trendboxen sind jedes Jahr ein Publikumsmagnet auf der LUXE PACK Monaco. Wie nehmen Sie die Reaktionen der Besuchenden wahr?

Julia König: „Viele kommen inzwischen gezielt wegen der neuen Boxen zu uns. Sie interessieren sich für unsere Trendbeobachtungen – aber vor allem dafür, wie wir diese in Design und Produktentwicklung übersetzen. Besonders spannend ist der direkte Austausch zu Farben, Kombinationen und konkreten Projektideen.“

Constantin Prussak: „Wir erhalten regelmäßig Feedback zu Messen und öffentlichen Auftritten, insbesondere wenn wir dort die Trendboxen und den DREAMCOMPOSER® zusammen präsentieren. Oft fragen uns interessierte Personen zum Beispiel, ob die neuen Farben auch im DREAMCOMPOSER® verfügbar sind – und ja, diese integrieren wir selbstverständlich. Diese enge Verzahnung von physischen Exponaten und digitalem Tool wird sehr bewusst wahrgenommen.“

Worauf dürfen wir uns in Zukunft freuen – sowohl bei den Trendboxen als auch beim DREAMCOMPOSER®?

Constantin Prussak: „Der DREAMCOMPOSER® ist ein lebendes Produkt, das wir kontinuierlich und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Es gibt viele Ansätze, um das Tool für Nutzende noch attraktiver zu machen. Dabei ist uns der enge Austausch mit der Zielgruppe und mit direkten Anwendenden besonders wichtig. 2026 steht ganz im Zeichen einer höheren Robustheit und einer noch besseren Einbindung in bestehende Workflows.“

Julia König: „Wir arbeiten bereits an den neuen Trends. Es bleibt für uns spannend zu sehen, welche gesellschaftlichen Strömungen sich in den aktuell sehr turbulenten Zeiten stärker oder schwächer ausprägen.“

 

Vielen Dank für das informative Gespräch!

Auf der Suche nach Inspirationen? Testen Sie jetzt die kostenlose Basis-Version des DREAMCOMPOSER® oder werfen Sie einen Blick auf die Trendboxen!

Trete in Kontakt

Sie haben Ideen, Vorschläge, Meinungen? Hinterlassen Sie eine Nachricht

NewsletteranmeldungAnmeldung zum Newsletterto the top
Es fehlen Angaben oder sind fehlerhaft. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingaben
Thank You ! Your email has been delivered.