Kunst, die neue Räume öffnet. Ein Land voller Kontraste. Und Veredelungen, die aus Papier weit mehr machen als eine bedruckte Fläche. Unsere Grußkarte 2026 und der Wandkalender 2027 erzählen zwei ganz unterschiedliche Geschichten – und zeigen doch beide, was entsteht, wenn Gestaltung, Technologie und handwerkliche Präzision zusammenspielen.
Manche Dinge erschließen sich auf den ersten Blick. Andere wollen entdeckt werden: indem man genauer hinsieht, das Material bewegt, mit den Fingern über eine Oberfläche fährt oder beobachtet, wie sich ihr Erscheinungsbild mit dem Lichteinfall verändert.
Genau dazu laden unsere diesjährigen Grüße zum Jahreswechsel ein.
Für die Jahresgrußkarte 2026 führt der Weg in die Welt der Bildhauerei und zu einem Kunstwerk, das mit Raum, Material und Perspektive spielt. Der Wandkalender 2027 nimmt uns dagegen mit auf eine Reise nach Chile – zwischen schneebedeckten Gipfeln, kulturellem Erbe und moderner Metropole.
Zwei Projekte, zwei Geschichten und eine gemeinsame Idee: Aus einer Fläche ein Erlebnis zu machen.
Die Inspiration für unsere diesjährige Karte kommt aus Fürth. Im Mittelpunkt steht das Werk des Bildhauers Joseph Stephan Wurmer. Seit 17 Jahren ist er auf internationalen Kunstmessen tätig. Zu den Stationen und Institutionen, mit denen seine Arbeit verbunden ist, zählen unter anderem die Kunstmesse Karlsruhe, die Kunstsammlung des Deutschen Bundestages und die Bayerische Staatsgemäldesammlung.
Wurmer arbeitet im abstrakten Bereich mit klarer Geometrie. Aus gewachsenen Holzstämmen entwickelt er Skulpturen, die verborgene Räume im Material sichtbar machen. Mit Band- und Kettensäge trägt er Material ab, öffnet Räume und lässt aus massiven Körpern geometrisch geordnete Formen entstehen. Organisches Material trifft auf konstruktive Ordnung, innen auf außen, Licht auf Struktur.
Genau dieses Spannungsfeld zwischen Raum und Form lieferte die Inspiration für unsere Jahresgrußkarte 2026.

Ausgangspunkt der Gestaltung ist Wurmers durchbrochene Kugel der Skulptur „Lichter Raum“ aus dem Jahr 2025. Sie ist dabei mehr als ein ästhetisches Motiv: Ihr Prinzip steht für Internationalität, Globalität und Vernetztheit – Aspekte, die auch KURZ prägen.
Für die Karte wurde ihre Struktur neu interpretiert. Jahresringe und Holzmaserung erinnern an das natürliche Ausgangsmaterial der Skulpturen. Präzise Aussparungen wiederum greifen Wurmers Prinzip des Öffnens und Freilegens auf.
Doch wie lässt sich eine bildhauerische Idee auf Papier übertragen?
Die Antwort liegt im Zusammenspiel verschiedener Technologien. Auf der Außenseite kommt SILVER LINE® Rain im Kalttransfer zum Einsatz und wird anschließend vierfarbig überdruckt. So entsteht die charakteristische Holzoptik. Auch die Innenseite wird veredelt: Hier trifft KPS Slim im Kalttransfer auf einen vierfarbigen Überdruck.
Eine zusätzliche Blindprägung macht die feine Holzmaserung nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar. Die Bereiche der späteren Laserstanzungen der Jahresringe bleiben dabei gezielt ausgespart. So greifen Druckbild, Prägung und die geöffneten Flächen präzise ineinander.

Den entscheidenden Schritt übernimmt der Laser. Filigrane Jahresringe werden aus dem Karton herausgearbeitet, weitere Laserlinien dienen als Rillen für die spätere Formgebung.
Und dann passiert etwas Besonderes: Aus der flachen Karte wird ein dreidimensionales Objekt. Die präzise gesetzten Rillen und Klebungen ermöglichen es, die Karte aufzustellen. Die geöffneten Jahresringe geben den Blick ins Innere frei – und übersetzen damit Wurmers bildhauerisches Prinzip in ein völlig anderes Material.
Aus Karton wird Raum. Aus einer Grußkarte ein kleines Kunstobjekt.
Auch die persönlichen Worte zum Jahresende werden Teil des Gestaltungskonzepts: Für den Grußtext kommt LUXOR® 385 zum Einsatz, das eine besonders feine, zweiseitige Heißprägung auf 300 g/m² Magno-Matt-Papier ermöglicht.
Während unsere Jahresgrußkarte Räume öffnet, geht der Wandkalender 2027 auf Reisen. Sein Ziel: Chile.
Kontraste prägen das Land wie kaum ein anderes: schneebedeckte Berggipfel, endlose Küsten, faszinierende Tierwelt und kulturelle Ikonen treffen auf moderne Architektur und traditionelle Muster.
Diese Vielfalt auf einem einzigen Motiv einzufangen, war die gestalterische Herausforderung des neuen Kalenders. Auf dem A1-Bogen begegnen uns unter anderem die markanten Gipfel des Torres-del-Paine-Nationalparks, die Moai der Osterinsel, der Andenkondor und die Copihue, Chiles Nationalblume. Der Costanera Tower in Santiago setzt dazu einen modernen Kontrapunkt.
Doch auch hier erzählt nicht allein das Motiv die Geschichte. Erst das Zusammenspiel verschiedener Druck- und Veredelungstechnologien verleiht ihm Brillanz, Struktur und Haptik.
Die Basis bildet ein Kalttransfer mit ALUFIN® Silber. Die metallisierte Fläche wird anschließend vierfarbig überdruckt. Landschaftsmotive, geometrische Elemente und Farbverläufe erhalten dadurch eine besondere Leuchtkraft. Je nach Blickwinkel entstehen unterschiedliche Lichtreflexe und eine außergewöhnliche Tiefenwirkung.
Im Zentrum des Kalenders steht eine große Raute – eine stilisierte Anspielung auf Lapislazuli, den tiefblauen Nationalstein Chiles. LUMAFIN® Blau und ein feines Microembossing verleihen ihr intensive Farbe und eine strukturierte Oberfläche.
Auch der Andenkondor erhält seinen eigenen Auftritt: LUMAFIN® Clear setzt transparente Glanzakzente, ohne das darunterliegende Motiv zu überdecken. Reliefprägungen heben wiederum die Jahreszahl 2027 und das KURZ-Logo plastisch hervor.
Den Abschluss bildet eine Blindprägung. Andenkondor und zentrale Raute werden als Hoch-Tief-Prägung ausgeführt und erzeugen so ein Spiel aus Licht, Schatten und Relief.
Das Ergebnis ist ein Motiv, das sich nicht nur betrachten lässt. Es möchte berührt werden.
Holzstruktur und Berglandschaft. Laserstanzung und Microembossing. Kunst aus Fürth und Inspiration aus Chile. Auf den ersten Blick könnten unsere beiden Projekte zum Jahreswechsel kaum unterschiedlicher sein.
Und vielleicht liegt gerade darin ihre Gemeinsamkeit.
Beide zeigen, was möglich wird, wenn Gestaltung nicht an der sichtbaren Oberfläche endet. Wenn Material, Technologie und Idee von Anfang an zusammengedacht werden. Wenn metallischer Glanz gezielt mit Farbe kombiniert wird, Strukturen nicht nur sichtbar, sondern fühlbar werden und eine zweidimensionale Fläche plötzlich räumliche Tiefe entwickelt.
So entstehen Dinge, die zum Entdecken einladen – und vielleicht auch dazu, einen Moment länger hinzusehen.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen schönen Jahresausklang, erholsame Feiertage und einen glänzenden Start in das Jahr 2027.
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