Make a Mark: Kollaboration statt Konkurrenz

Über ein Projekt der besonderen Art
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Make a Mark: Kollaboration statt Konkurrenz

Über ein Projekt der besonderen Art

Eine Verpackung ist weit mehr als nur eine Glasflasche und ein Verschluss. Warum also sollten sich nicht drei der angesehensten Branchenführer in den Bereichen Glasbehältnisse, Etikettierung und Veredelung zusammenschließen, um kreative Innovationen gemeinsam noch weiter vorantreiben zu können? Das dachten sich auch Estal, Avery Dennison und LEONHARD KURZ.

Stéphane Royère, Head of Business Area Packaging and Print

So weit so gut. Doch wie wäre es, wenn das Dreigespann noch einige der weltbesten Verpackungsdesign-Agenturen einladen und daraus etwas Größeres machen würde – eine kreative Plattform zur Präsentation neuer Ideen und zum Aufbau einer inspirierenden Design-Community? Die Idee zu Make a Mark war geboren. Ganz nah dran am Geschehen und bereit, KURZ connects Rede und Antwort zu stehen, sind:

  • Stéphane Royère, Head of Business Area Packaging and Print
  • Annie Kuschel, Head of Design Management, Graphic Industry
  • Julia Meier, Marketing Manager, Business Area Packaging and Print

 

Orofin: Hallo Herr Royère, Frau Kuschel und Frau Meier. Sie drei sind in das Projekt involviert. Was kann sich die Leserschaft darunter vorstellen?

Annie Kuschel (AK): Make a Mark ist ein Projekt, das dank der Synergie aus renommierten Designern und der produzierenden Industrie innovative, kreative Ideen generiert und umsetzt.

Julia Meier (JM): Ich würde das Projekt als Design-Innovationsprojekt beschreiben. Estal, Avery Dennison und KURZ haben 18 der weltbesten Verpackungsdesign-Agenturen ins Boot geholt, um gemeinsam eine inspirierende Plattform für den Wein- und Spirituosensektor zu schaffen. Damit möchten wir Marken, Designer, Materialzulieferer und Drucker zusammenbringen und Ideen austauschen. Zusammengefasst: Wir wollen eine dynamische, kreative Gemeinschaft von Denkern und Rebellen bilden – vereint durch unsere Faszination für Glas, Etikettierung und Veredelung sowie dem Wunsch, etwas noch nie Dagewesenes zu erschaffen.

Stéphane Royère (SRY): Dem kann ich mich nur anschließen. Außerdem möchten wir uns mehr und mehr vernetzen und in der Welt der Designer auffallen. Diese sind schließlich der Schlüssel zu den Brands.

 

Annie Kuschel, Head of Design Management, Graphic Industry

Orofin: Make a Mark bedeutet auf Deutsch: „ein Zeichen setzen“. Wofür gilt dieser Anspruch?

AK: Wir möchten gemeinsam neue Wege in Design, Produktion und Material einschlagen und Kreativen die nötigen Freiheiten geben, um ohne große Hürden und Kosten mit Materialien und Produktionsverfahren experimentieren zu können. Auf diese Weise können wir die Zusammenarbeit von Design und Produktion neu definieren, fördern und voneinander lernen.

SRY: Auch möchten wir der Welt mit Make a Mark zeigen, dass das Zusammenspiel von Größen der Industrie Grenzen überschreiten und bisher Unmögliches möglich machen kann. H+M, ISIMAT und unsere Business Area Plastic Decoration sind so neue Dekorationsthemen angegangen, die vorher undenkbar waren.

 

Orofin: Wie können wir uns die Organisation des Projekts vorstellen?

JM: Es läuft insgesamt über 3 Jahre, jedes Jahr werden 20 neue Designer teilnehmen. Das Ziel ist es, neben der Schöpfung einer inspirierenden Designplattform am Ende jeder Ausgabe ein Buch und ein Musterpaket zu erstellen, in dem alle Entwürfe vorgestellt und die Ideen der Designer zu Papier gebracht werden. Make a Mark richtet sich an das gesamte „Ökosystem“ der Grafischen Industrie, also an kleine, mittelständische und große Wein- und Spirituosenhersteller, Verpackungsdesigner und Verarbeiter.

 

Orofin: Gibt es solche Formate nicht bereits?

SRY: Nein, eigentlich nicht.  Das ist völlig neu. Die Leute neigen dazu, Make a Mark mit den Pentawards zu vergleichen. Wir sind keine „Award-Veranstaltung“. Bei Make a Mark rückt der Wettbewerbsgedanke in den Hintergrund. Es ist vielmehr eine Art „Spielwiese der Innovation“.

JM: Genau, das einzigartige Projekt ist sicherlich mehr als einfach nur ein weiterer Designwettbewerb. Im Fokus stehen die Zusammenarbeit und die Lernerfahrung für alle Beteiligten.

Teaservideo "Make a Mark"

 

Julia Meier, Marketing Manager, Business Area Packaging and Print

Orofin: Was also ist das Besondere an Make a Mark?

AK: Definitiv die Zusammenarbeit und der Freiraum für die Gestalter. Nur so können sie ohne konkreten Auftrag mit verschiedensten Materialien experimentieren, und es entstehen komplett neue Lösungen, die es sonst einfach nicht gegeben hätte.

JM: Silodenken hat bei diesem Projekt keinen Platz. Gemeinsam überschreiten wir Grenzen und nutzen unsere Synergien, um uns auf die Zukunft der Verpackung vorzubereiten.

 

Orofin: Wer ist – abgesehen von Ihnen – noch am Projekt beteiligt?

SRY: An der ersten Ausgabe waren neben den 3 Initiatoren und den 18 Designern auch unsere Technologiepartner H+M, ISIMAT und Pantec beteiligt. KURZ bringt sich über den gesamten Zeitraum mit Materialien für die Veredelung, aber natürlich auch mit seinem technischen Know-how sowie Ideen und Inspiration ein.
Weiterhin wurden wir unterstützt von Druckern, darunter Carini Etiketten, Grai étiquettes und LabelTec, sowie Kapselherstellern, unter anderem Labrenta und Ramondin.

 

Orofin: Wie kam es dazu, dass KURZ an Make a Mark beteiligt ist? Wo lagen eventuelle Herausforderungen?

AK: Die Firma KURZ geht aus Tradition heraus gerne neue Wege. Wir kreieren ja seit Langem Produkte, mit der die Designwelt arbeitet. So lernen Gestalter laufend neue Produkte und Anwendungsgebiete kennen und können diese auch für künftige Projekte einsetzen. Mit unserer Beteiligung an Make a Mark geben wir ihnen neues Know-how und die Freiheit, unsere Produkte mal auf ganz andere Weise einzusetzen, da sie nicht an Vorgaben aus Aufträgen gebunden sind.

Nicht ganz einfach war es, alle Beteiligten, die überall in der Welt verteilt arbeiten und unterschiedlichste kulturelle Hintergründe haben, zusammenzubringen. Beispielsweise unterscheiden sich auch das Designverständnis, die Interpretation von Farben und vieles mehr, was eine gewisse Sensibilität und Fingerspitzengefühl erfordert. Verständnis ist das A & O, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Das ist uns mehr als gelungen!

Orofin: Wann und in welchem Rahmen wurde das Projekt der Fachwelt vorgestellt? Worauf durfte sich das Publikum freuen?

JM: Die produzierten Ergebnisse der Kooperationen zwischen Designern, Veredlern, Etiketten- und Flaschenherstellern wurde Ende September 2021 in einer Make a Mark Gallery inklusive Audiotour auf der Luxepack in Monaco vorgestellt. Interessierte konnten sich dank eines hochwertig produzierten Buchs, in dem der Gestaltungsprozess, die teilnehmenden Agenturen, Partner und Designs zu sehen sind, über das Projekt informieren. Auch auf Social Media haben wir einige Posts zu Make a Mark abgesetzt, um die digitale Komponente nicht zu vergessen.

 

Orofin: Wie wird das Projekt weitergeführt und welche Erwartungen haben Sie daran?

AK: Die Vorstellung von Make a Mark war ein voller Erfolg, und es gab bereits viele Anfragen zu Make a Mark II. Das Projekt geht auf jeden Fall in die zweite Runde mit neuen Designern und neuen Konzepten. Vom kommenden Teil erwarten wir uns weitere, neue und intensivere Kontakte. Was gleich bleibt, ist die gegenseitige Inspiration und das gemeinsame Arbeiten an Innovationen.

SRY: Make a Mark war ein absoluter Publikumsmagnet. Sogar Fürst Albert II. von Monaco war bei uns am Stand und hat eine exklusive Vorstellung der Designs bekommen. Das war ein einmaliges Erlebnis!

Ich möchte noch einmal betonen, dass dieses Projekt niemals möglich gewesen wäre, wenn es KURZ alleine ausgerichtet hätte. Auch wir konnten einiges dazulernen. Es gab untereinander keinen Wettbewerb oder gar Neid, sondern wir haben alle an einem Strang gezogen, um das Bestmögliche für alle rauszuholen.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Informationen zum Kollaborationsprojekt finden Sie unter: https://makeamark.world.

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